Forderung an die EKD nach besserer Einbindung von Betroffenen in der Aufarbeitung

Die EKD-Synode in Dresden hat über Konsequenzen aus den Missbrauchsfällen in der evangelischen Kirche beraten. Dabei kam erstmals auch eine Betroffene vor dem Kirchenparlament zu Wort.

„Betroffene müssen über jeden einzelnen Schritt mitbestimmen“, sagte Kerstin Claus in Dresden. Sie forderte, dass die Bedürfnisse der Opfer sexualisierter Gewalt in den Mittelpunkt der Aufklärung gestellt werden müssten. Zu oft konzentriere sich die Kirche nach der Anzeige einer Tat auf Täter und Beweise und erhebe die Opfer in den Status eines Zeugen, kritisierte sie. Aufarbeitung brauche Zeit, so Claus weiter: „Aufarbeitung ist kein Sprint, kein 100-Meter-Lauf, sie ist ein Marathon.“ Taten und ermöglichende Strukturen müssten offengelegt werden, Kirche dürfe die Täter nicht schützen. Claus berichtete über ihre eigene Erfahrung mit der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs. Die ganze Rede können Sie hier oder unter dieser Meldung ansehen. Die Rede als PDF zum Download finden Sie ebenfalls unten.

 

Hier finden Sie den kompletten Stream mit den Redebeiträgen von Bischöfin Kirsten Fehrs, dem Unabhängigen Beauftragten Johannes-Wilhelm Rörig und Kerstin Claus, Mitglied des Betroffenenrates beim UBSKM.

 

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Rede von Kerstin Claus

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