Das Amt

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Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs ist das Amt der Bundesregierung für die Anliegen von Betroffenen und deren Angehörigen, für Expertinnen und Experten aus Praxis und Wissenschaft sowie für alle Menschen in Politik und Gesellschaft, die sich gegen sexuelle Gewalt engagieren.

Aufgaben

Zu seinen wesentlichen Aufgaben zählen:

  1. Den Belangen Betroffener sexualisierter Gewalt in der Kindheit zu einer angemessenen Berücksichtigung verhelfen
  2. Unterstützung der Umsetzung der Empfehlungen des Rundes Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“
  3. Monitoring der Empfehlungen des Runden Tisches und insbesondere Beobachtung der Einführung und Weiterentwicklung von Schutzkonzepten in Einrichtungen und Institutionen
  4. Weiterentwicklung und bundesweite Verbreitung der Initiative „Kein Raum für Missbrauch“
  5. Unterstützung einer unabhängigen und systematischen Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs in Deutschland
  6. Betrieb und Weiterentwicklung der telefonischen Anlaufstelle und des Hilfeportals Sexueller Missbrauch
  7. Initiierung von wissenschaftlichen Untersuchungen im Kontext sexuellen Kindesmissbrauchs
  8. Information der Öffentlichkeit und Pressearbeit

Organisatorisches

Der Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs ist unabhängig und nicht weisungsgebunden. Lediglich organisatorisch ist das Amt beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) angesiedelt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Arbeitsstab des Unabhängigen Beauftragten sind erfahren in den Bereichen Recht, Psychologie, Pädagogik, Politik und Geschichte, Kommunikation und Verwaltung.

Historie

Beginn

Als 2010 das Ausmaß des sexuellen Kindesmissbrauchs bekannt wurde, reagierte die Bundesregierung umgehend. Am 24. März 2010 richtete sie den Runden Tisch „Sexueller Kindesmissbrauch“ ein und berief die erste Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs: die Bundesfamilienministerin a.D. Dr. Christine Bergmann.

Die wesentliche Grundlage zur Aufarbeitung von sexuellem Kindesmissbrauch in privaten und öffentlichen Einrichtungen sowie im familiären Bereich waren Gespräche mit Betroffenen, aber auch zahlreiche Briefe. Über 20.000-mal wandten sich Betroffene – telefonisch oder schriftlich – an Dr. Christine Bergmann.

Ihr Abschlussbericht vom 24. Mai 2011 enthält die Ergebnisse dieser Aufarbeitung, aber auch Empfehlungen für konkrete Maßnahmen zum wirksamen Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch.

Aktuell

Johannes-Wilhelm Rörig folgte im Dezember 2011 Dr. Christine Bergmann als Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs.

Zum 1. April 2014 ist Johannes-Wilhelm Rörig durch das Bundeskabinett für die Dauer von fünf Jahren erneut zum Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs berufen worden.

Hier finden Sie mehr Informationen zu Johannes-Wilhelm Rörig

Bilanzbericht 2013

Bilanzbericht

Download (PDF, 8,8 MB)

Abschlussbericht, Dr. Christine Bergmann

Abschlussbericht der Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs

Download (PDF, 5,3 MB, nicht barrierefrei)

Meldungen

Aktuelle Informationen zur Arbeit des Unabhängigen Beauftragten

Kein Raum für Missbrauch

Nein zu Rechtsextremismus

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