IV. Aktiv informieren

  • Informationsvermittlung optimieren durch transparente FAQs
  • Webinare, Kampagnen, Hinweise auf kostenlose Hilfeangebote
  • Formatgerechte Ansprache von Kindern, Jugendlichen und Eltern

Auch wenn sich die Aktivitäten und Übergriffe online abspielen, sollten die Betroffenen, ihre Peers und ihre Familien auch analog erreicht werden. Gerade für Eltern betroffener Kinder ist es schwer, nachzuvollziehen, was ihre Kinder online erleben. Auch Pädagoginnen und Pädagogen sollten wissen, mit welchen Gefahren Kinder und Jugendliche im Netz konfrontiert sind und welche Hilfeangebote es gibt.

Beispiele:

  • Dienste sollten FAQs anbieten, die sich sowohl an Minderjährige als auch an Erwachsene richten. Wie alle bereits angeführten Textkomponenten sollten auch die FAQs und Leitfäden für Eltern, Kinder und Jugendliche oder Pädagogen leicht zugänglich und gut sichtbar – auch innerhalb von Apps – sein.
  • Innerhalb jedes einzelnen Dienstes sollten explizite Hinweise auf das Thema sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und deren Prävention erscheinen. Denkbar sind hier zum Beispiel Einblendungen von Hilfeangeboten und Hinweise zu Beschwerdemöglichkeiten.
  • Neben der Ansprache der Eltern könnten weitere Akteure aus dem unmittelbaren Umfeld der Minderjährigen, insbesondere Lehrerinnen und Lehrer sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, berücksichtigt werden, wenn es um die sichere Nutzung der digitalen Medien geht. Der Bedarf an Information, Schulung und Kompetenzstärkung im Umgang mit digitalen Medien ist hoch. Präventive Angebote von Schulen oder medienpädagogische Angebote könnten von IT-Unternehmen unterstützt werden.
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