Fachtag „Jetzt hör endlich auf! - Jugendarbeit und sexualisierte Peergewalt“ zu sexueller Gewalt unter Jugendlichen

Berlin, 18. Oktober 2017. Was kennzeichnet jugendliches Sexualverhalten? Welche sexuellen Gewalterfahrungen machen Jugendliche im Umgang mit Gleichaltrigen? Wie bestimmen sie Grenzen und Grenzüberschreitungen? Mit diesen und anderen Fragen hat sich heute ein Fachtag, der gemeinsam mit dem Deutschen Bundesjugendring und dem Bayerischen Jugendring in Berlin ausgerichtet wurde, beschäftigt.

© UBSKM v.l.n.r. Beate Steinbach, Martin Fack (BJR), Rörig, Lisi Maier (DBJR)

„Sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen sind eine besonders häufige Form der sexuellen Gewalt“, sagte der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes Wilhelm-Rörig. „Dabei sind die Ähnlichkeiten, aber auch die Unterschiede zu sexuellem Missbrauch durch Erwachsene genau zu beleuchten. Der Fachtag dient dafür als inhaltlicher Auftakt. Im Rahmen der Jugendarbeit müssen betroffene Jugendliche geschützt und übergriffiges Verhalten von Jugendlichen gestoppt werden. Mit pädagogischen Mitteln muss konsequent gegen sexuelle Gewalt unter Gleichaltrigen vorgegangen werden“, betonte Rörig, „damit klar wird, dass dies kein toleriertes Verhalten, sondern Unrecht ist!“.

Beim Fachtag wurden Hellfeld-Statistiken zu Fallzahlen sexueller Gewalt durch Jugendliche und der Forschungsstand zum Dunkelfeld vorgestellt. Darüber hinaus wurden die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für eine grenzenachtende Sexualität diskutiert und konkrete Praxisbeispiele aus der Jugendarbeit gegen sexuelle Peer-Gewalt erörtert. Gemeinsam wurden Chancen und Herausforderungen identifiziert, wie das Thema sexualisierte Peergewalt in den Schutzkonzepten von Vereinen und Verbänden angemessen und zielführend berücksichtigt werden kann. Eine Tagungsdokumentation mit den einzelnen Fachbeiträgen wird voraussichtlich im Dezember 2017 veröffentlicht.

Weitere Informationen

Programm zum Fachtag
Website Deutscher Bundesjugendring
Website Bayerischer Jugendring

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