Was Sportvereine zum Schutz vor Missbrauch tun können

Spot des Missbrauchsbeauftragten liefert Vereinen Informationen zu Schutzkonzepten

© UBSKM

Der Missbrauchsbeauftragte hat, unterstützt von der Deutschen Sportjugend im DOSB e.V., einen Lehrfilm für Sportvereine produziert. Der zweieinhalbminütige Spot richtet sich an ehrenamtliche und hauptberufliche Übungsleiterinnen und Übungsleiter, Trainerinnen und Trainer und an die Vorstände in den über 90.000 Sportvereinen in Deutschland.

Der Spot gibt Vereinen Orientierung, wie Maßnahmen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt entwickelt und dauerhaft angewendet werden können. So erläutert er beispielsweise die Bedeutung des achtsamen Umgangs mit den Grenzen von Mädchen und Jungen, warum Beschwerdestrukturen und Fortbildungen so wichtig sind und beschreibt, was ein Ehren- oder Verhaltenskodex im Verein leisten kann. Der Spot liefert Anhaltspunkte und dient als Anregung dazu, im Verein aktiv zu werden. Ein allgemeingültiges Schutzkonzept für alle Vereine kann es nicht geben, jeder Sportverein braucht die für ihn passende Strategie. Diese muss sich jeweils an der Vereins- und Trainerstruktur, bereits verwirklichten Präventionsmaßnahmen und den örtlichen Gegebenheiten ausrichten.  

Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt sollten in allen Einrichtungen und Organisationen Alltag sein, denen Kinder und Jugendliche anvertraut sind, auch in Sportvereinen. „Sport macht Kinder und Jugendliche stark, verschafft ihnen Erfolgserlebnisse. Vertrauensvolle Ansprechpersonen im Sportvereine können ein Rettungsanker sein für alle Mädchen und Jungen, die sexuelle Gewalt erleiden“, so Rörig. Sportvereine könnten leider auch gefährdete Orte sein. Manche Täter und Täterinnen nutzten die körperliche Nähe im Sport für ihre Zwecke aus. Ein Schutzkonzept helfe, solche Strategien zu durchkreuzen und gäbe allen im Verein Sicherheit, so Rörig.

Der Sportspot ergänzt die Materialien zur Kommunikation von Schutzkonzepten im Rahmen der Initiative „Kein Raum für Missbrauch“, die sich insbesondere an Fachkräfte, Ehrenamtliche und an Eltern richtet.

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