„Gemeinsam gegen Missbrauch“ – Jahresempfang des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung

Bundesfamilienministerin Schwesig und Missbrauchsbeauftragter Rörig werden über Maßnahmen und Perspektiven im Kampf gegen sexuellen Kindesmissbrauch informieren. Mit einer Unterschriftenaktion werden sie gemeinsam ein Zeichen gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen setzen.

© Christine Fenzl Manuela Schwesig und Johannes-Wilhelm Rörig

Berlin, 22.09.2014. Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Missbrauch“ werden am heutigen Abend zahlreiche Gäste aus Politik, Gesellschaft und Medien zum Jahresempfang des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, erwartet: Betroffene, Mitglieder des Deutschen Bundestages, Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung und der Kirchen, des Sports und der Wohlfahrtspflege, Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Fachpraxis sowie Mitglieder des neuen Beirats des Unabhängigen Beauftragten, der sich ebenfalls heute in Berlin konstituieren wird.

Rörig: „Missbrauch erledigt sich nicht von alleine und braucht das Engagement aller. Wir dürfen in diesem gemeinsamen Engagement nicht nachlassen. Hierfür brauchen wir politischen Willen, gesellschaftlichen Konsens und fachlichen Austausch. Missbrauch muss dauerhaft interdisziplinär, ressort- und fraktionsübergreifend angegangen werden. Auch wenn wir uns nicht der Illusion hingeben dürfen, Missbrauch komplett einzudämmen, können wir diesem Ziel gemeinsam doch deutlich näher kommen.“

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, wird auf dem Jahresempfang ihr Gesamtkonzept für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt vorstellen.

Ministerin Schwesig: „Sexuelle Gewalt an Kindern ist ein schreckliches Verbrechen, gegen das wir konsequenter vorgehen müssen. Es ist daher unsere Pflicht, die Kinder zu schützen. Daher werbe ich für ein Gesamtkonzept zum Schutz vor sexueller Gewalt. Der Schutz vor sexueller Gewalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und jeder hat an seiner Stelle und in seinem Bereich eine Verantwortung.“

Im Anschluss werden Ministerin Schwesig und der Unabhängige Beauftragte Rörig unter dem Motto des Empfangs „Gemeinsam gegen Missbrauch“ mit ihrer Unterschrift auf einem großen weißen „X“, dem Symbol der Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“, ein Zeichen gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen setzen.

Heute konstituiert sich in Berlin auch der neue Beirat des Unabhängigen Beauftragten. Das 33-köpfige Gremium, dem Betroffene sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Fachpraxis angehören, wird vor allem in themenspezifischen Konzeptgruppen zu verschiedenen Aspekten und Fragestellungen des sexuellen Kindesmissbrauchs arbeiten. Neue Schwerpunkte sollen unter anderem im Bereich der Forschung, der digitalen Medien und der Kinder in Gerichtsverfahren liegen.

Der erste Betroffenenrat beim Unabhängigen Beauftragten wird bis Jahresende konstituiert sein. Mit dem Betroffenenrat wird die Beteiligung von Betroffenen, wie sie im Koalitionsvertrag für die 18. Legislaturperiode vorgesehen ist, sichergestellt werden. Die voraussichtlich 15 Mitglieder des Betroffenenrats werden bis Ende des Jahres von einem bereits durch den Unabhängigen Beauftragten berufenen Auswahlgremium ausgewählt und durch den Unabhängigen Beauftragten ernannt werden. Ein bundesweites Interessenbekundungsverfahren für Betroffene, über das breit öffentlich informiert werden wird, wird im Oktober 2014 starten.

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Pressemitteilung Jahresempfang UBSKM

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Liste Beirat

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Foto Schwesig und Rörig

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