Die Grafik zeigt das UBSKM-Logo, den schwarzen Bundesadler in der oberen linken Ecke, rechts daneben drei vertikale Balken in den deutschen Nationalfarben und rechts davon den Schriftzug "Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs".

Aufgaben und Aktivitäten

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) ist im Auftrag der Bundesregierung verantwortlich für die Anliegen von Betroffenen und eine Stelle für alle, die sich gegen sexuelle Gewalt engagieren wollen.

Der Auftrag

Mit Kabinettbeschluss vom Dezember 2018 wurden dem UBSKM folgende Aufgaben übertragen, die im Rahmen der Unabhängigkeit gestaltet werden:

Der UBSKM:

  • informiert, sensibilisiert und klärt auf zu sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche,
  • unterstützt und erarbeitet nachhaltige Konzepte, um den Schutz vor sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu verbessern und betroffenen Menschen besser zu helfen,
  • identifiziert gesetzlichen Handlungsbedarf und Forschungslücken im Themenfeld sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche,
  • nimmt die Belange von Menschen wahr, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren,
  • stellt eine systematische und unabhängige Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs in Deutschland sicher.

Struktur

Der UBSKM ist unabhängig und nicht weisungsgebunden. Lediglich organisatorisch ist das Amt beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) angesiedelt.

Dem Amt steht ein Arbeitsstab zur Verfügung, der den Beauftragten bei der Umsetzung der Aufgaben unterstützt. Die Mitarbeiter:innen im Arbeitsstab des Unabhängigen Beauftragten sind erfahren in den Bereichen Recht, Psychologie, Pädagogik, Politik und Geschichte, Kommunikation und Verwaltung.

Die Grafik zeigt das Organigramm des UBSKM mit den jeweiligen Ansprechpartner:innen. An der Spitze steht der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (Johannes-Wilhelm Rörig, Vorzimmer: Tatjana Seyger), darunter der Arbeitsstab des UBSKM (Leitung: Dr. Manuela Stötzel). In der Ebene darunter sind die drei Referate AS1 (Strategische Planung, allgemeine Verwaltung; Dr. Manuela Stötzel), AS2 (Prävention, Forschung, Nationaler Rat; Heike Völger) und AS3 (Büro der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs; Susanne Fasholz-Seidel) angesiedelt. Vom Referat AS1 gehen zwei Pfeile herunter zu Geschäftsbereich 1 (Rechtsfragen, Hilfen, Betroffenenrat; Julia Hiller) und Geschäftsbereich 2 (Presse, Reden, Soziale Medien, allgemeine Öffentlichkeitsarbeit; Friederike Beck).




Historie

Als 2010 viele Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch in renommierten Bildungseinrichtungen bekannt wurden, richtete die Bundesregierung im März desselben Jahres den Runden Tisch „Sexueller Kindesmissbrauch“ ein und berief die erste Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs: die Bundesfamilienministerin a. D. Dr. Christine Bergmann.

In der ersten Phase waren Gespräche und der schriftliche Austausch mit Betroffenen ein wesentlicher Bestandteil des Amtes. Dr. Christine Bergmann erreichten in dieser Zeit über 20.000 Briefe und Anrufe, in denen Betroffene und Menschen aus dem nahen Umfeld ihre Erlebnisse, Anliegen und Forderungen an die Politik schilderten.

Die Anliegen der Betroffenen sind in den Abschlussbericht der Beauftragten vom Mai 2011 eingeflossen, dessen Empfehlungen wiederum in den Abschlussbericht des Runden Tisches aufgenommen wurden (November 2011).

Die Schreiben an die erste Unabhängige Beauftragte wurden außerdem im Rahmen eines Forschungsprojektes vertieft untersucht und quantitativ sowie qualitativ ausgewertet.